Mittwoch, 20. Februar 2013

Was für ein trauriger Tag

Der Tag fing heute so gut an. Es gab in der Nacht Neuschnee. Heute Morgen blauer Himmel und Sonne. Traumhaft. Mein Ottili kam an den Zaun und rannte mit mir am Zaun entlang.
Bis oben auf den Hof. Er hatte Hunger und ich fütterte ihn.



Und dann traf es mich wie ein Blitzschlag. Sam, der Engadiner Bär ist tot!!!! Erschossen.
Er wurde als Risikobär eingestuft. Klammheimlich haben sie ihn abgeschossen.


http://www.tt.com/Nachrichten/6166315-2/braunb%c3%a4r-m13-in-graub%c3%bcnden-abgeschossen.csp

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/-Zu-frueh---M13-war-kein-Problembaer--15998033

http://www.suedostschweiz.ch/vermischtes/m13-erlegt-behoerden-erlaeutern-die-gruende

http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de&msg-id=47847

http://www.srf.ch/player/radio/popupaudioplayer?id=2951fd2a-14a8-42fd-a800-6e5ca92d68be&starttime=48.17
http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Der-Baer-ist-tot-16580888


Nicht das das nicht schon genug wäre. Nein die nächste Nachricht: Kein Platz – Braunbär im Wildnispark getötet

Tragisches Ende für einen vierjährigen Bären im Wildnispark Zürich Langenberg: Er musste eingeschläfert werden, weil man für ihn kein neues Zuhause in einem Zoo gefunden hat.

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Kein-Platz---Braunbaer-im-Wildnispark-getoetet-31427859

Und die nächsten Jungtiere sind schon da. Das sind dann die nächsten Kandidaten die man dann in ein paar Jahren töten muss.

Bitte schreibt an diesen Wildpark eure Meinung dazu. Damit das nicht noch mal passiert.

Montag, 18. Februar 2013

Neues von den Bären

Jetzt mal was von den Bären.

Viel los ist noch nicht. Sie sind fast alle noch in der Winterruhe.



Bummi und Tapsi sind zwar morgens da, aber später liegen sie in der Betonröhre und halten auch eine Art Winterruhe.

 
Bummi
 

Siggi und Balou sind die Aktivsten. Sie ruhen zwar auch, aber kommen sofort an den Zaun, wenn sie mich sehen. Haben auch fast immer Hunger.


                             Otto ist noch müde, aber seit ein paar Tagen kommt er raus.

 
Er hält sich überwiegend in der Nähe des Teiches auf.
 

                                                        Gerade munter schaut er nicht.


 
Dafür hatte er aber Durst.
 
 
 
Und etwas im Wasser plätschern geht auch schon.

Besuch des Natur - und Umweltpark in Güstrow


Am Samstag, den 16.02.2013 waren Gisela und ich mit unseren Hunden Alex und Tschara, im Natur- und Umweltpark in Güstrow.




Es war ein schöner Nachmittag. Lange hielten wir uns bei den Wölfen auf.
 


Wir sahen keine Luchse, dafür aber die Wildkatzen.



Besuchten die beiden verschlafenen Bären Fred und Frode.



Tschara konnte sich kaum von den Meerschweinchen und Frettchen los reißen.
 
 

Das Beste kam zum Schluß. Ein magischer Moment. Als wir Richtung Parkplatz gingen, war dort eine Weide mit Schafen. Einige Schafe standen im Unterstand und fraßen, die anderen draußen. Es gab 2 Lämmer, die im Unterstand mit waren.  Alle hielten Abstand zum Zaun. Auch vor Angst vor den Hunden.
 
 

Tschara, neugierig wie sie nun mal ist, ging an den Koppelzaun ran und steckte ihre Nase durch. Das eine Lamm schaute zu Tschara rüber. Uns plötzlich löste es sich von der Herde, kam zum Zaun direkt auf Tschara zu und steckte ihr die Nase entgegen. Es war zu süß.
 
 

Das Lamm und Tschara beschnüffelten sich und Tschara leckte dem Kleinen über den Kopf. Mama Schaf rief nach dem Kleinen, aber das wollte sich von Tschara nicht trennen.
 
 
 
 Und auch der Hund wollte nicht weg. Nach einiger Zeit kam eine Familie mit einem Kind. Ich dachte bei mir, was passiert nun. Das Kind wollte das Lamm natürlich auch streicheln. Ich zog Tschara weg. Das Lamm ließ sich ganz kurz streicheln und lief dann zu seiner Mama.
 
 

Tschara fing an zu winseln und wollte am liebsten hinterher. Ich musste sie mit Gewalt von dem Zaun weg ziehen.
 
 

Was für ein besonderer Moment das war. Dieses Vertrauen von dem Lamm und die Verbindung zwischen den Beiden. Was war es, das die Beiden so zueinnander zog. Am liebsten hätte ich das süße Ding auch mit genommen. Leider habe ich keinen Platz dafür.  Aber es war ein magischer Moment.

 

Freitag, 1. Februar 2013

Nabu Wolfsbotschafter Treffen in Görlitz 26. – 28.01.2013


Am Freitag, den 26.01 sind wir, ich und zwei andere Wolfsbotschafter/betreuer,  nach Görlitz gefahren zum Nabu Wolfsbotschaftertreffen.



Gegen Mittag kamen wir in Ritschen auf dem Ehrlichthof an. Es lag mehr Schnee dort als bei uns in der Region. Es hatte zwar dort alles geschlossen, aber es ist sehr schön dort. Zuerst gingen wir in das Wolfsbüro Lausitz. Und dann in die Wolfscheune, in der es eine Wolfsausstellung gibt. Anschließend machten wir eine Wanderung durch  das Nochtener Wolfsrevier. Wir sahen viele Tierspuren vom Fischotter, Rehe, Füchse, Rothirsche, aber leider fanden wir keine Wolfsspuren. 
Einmal sahen wir einen Fuchs, der den Weg überquerte.






Die Nacht wurde bitterkalt, -20°C. Auch am Morgen fror einen alles ein, als wir nach draußen gingen.


Dann ging es ab nach Görlitz. Görlitz ist sehr schön. Zur Zeit wird dort ein Hollywoodfilm gedreht mit Orlando Bloom. Görlitz wird auch das Hollywood Europas genannt, dort wurden schon einige Filme gedreht.  Das Wolfsbotschaftertreffen fand im Senkenberg Museum für Naturkunde im Humbolthaus statt. Es war ein sehr informativer Tag. Nette Leute kennengelernt.







                                Nabu Wolfsbotschafter in Görlitz


 Nach den Vorträgen durften wir nur noch ins Senkenberg Museum und bekamen auch noch eine kostenlose Führung. Sie hatten so gar etwas länger für uns auf. Es war sehr interessant dort.




Später trafen wir uns alle in einer Brauerei bei einen gemütlichen Beisammensein.




Am Sonntag fanden dann noch die Exkursionen statt. Wir konnten uns zwischen 4 verschiedenen Exkursionen auswählen. Wir nahmen die mit Stephan Kaasche ins Revier Nochten.



Bobby der Hund von Stephan.



Am Sonntag ging es dann los – Wanderung durch das Nochtener Wolfsrevier. Ich hatte zwar die Hoffnung einen Wolf zu sehen, aber keine Erwartung. Ich wusste ja wie schwierig es sein würde freilebende Wölfe zu Gesicht zu bekommen.




Wir trafen uns an einem Aussichtsturm am Boxberg. Dort bildeten wir Fahrgemeinschaften und fuhren dann ca, 3-4 km weiter. Wir kamen dort an und stellten fest das drei Autos fehlten. Etwas später kamen die dann und erzählten das sie einen Wolf gesehen haben auf dem freien Feld. Ich beneidete sie, und dachte, das wir dann wohl keinen mehr zu Gesicht bekommen.


Es ging los durch den verschneiten Wald. Stephan führte uns durch den Wald und erzählte uns allerhand Wissenswerte. Mit dabei war sein Hund Bobby.  Irgendwann nach langer Zeit schlug Bobby an, der Hund von Stephan. Er hatte Wolflosung gefunden, die zwar schon etwas älter war (ca, eine Woche). Stephan erklärte und die Vorgehensweise,  anschauen, messen, Protokoll aus fühlen und in den Beutel packen. Das dauerte einige Zeit.


Es ging dann weiter. Dort ist viel Militärisches Gebiet, das wir nicht betreten dürfen.


Wir standen auf eine Weg und Stephan erklärte und gerade etwas als irgendjemand rief: dort – ein Wolf. Alle Augen gingen in die Richtung. Und tatsächlich ein freilender Wolf kreuzte den Weg. Was für ein Moment. Und dann kam noch einer. Wir schauten alle faziniert in die Richtung und es kam sogar noch ein dritter. Es war unbeschreiblich. Nicht in Worte zu fassen und für immer in meinen Gedächtnis eingebrannt.
ICH HABE DRI FREILEBENDE WÖLFE GESEHEN!!!!!




Mehr als ich erwartet habe.


Nach einiger Zeit gingen wir an die Stelle und sahen uns die Spuren an.


Dann gingen wir wieder in Richtung Parkplatz.
Wieder an gekommen bei dem Aussichtsturm, stiegen wir die 30 m hoch und genossen den Ausblick über den Tagebau. 
Wir tranken noch einen Kaffee in dem Bistro und verabschiedeten uns.
Das war ein tolles Wochenende und ein unvergessliches dazu.




 Es war so wahnsinnig toll - unbeschreiblich.